Startseite
 
Gastronomie
> Angebot
> Vermietungen
> Partyservice
 
Nachrichten
> Aktuell
> Archiv 2010
> Archiv 2009
> Archiv 2008
> Archiv 2007
> Archiv 2006
 
> Regional
  > Archiv 2010
  > Archiv 2009
  > Archiv 2008
  > Archiv 2007
  > Archiv 2006
  > Archiv 2005
 
 
> Handwerker-Info
> Schuldner
 
Kontakt
 
Gästebuch
 
 
 
 
www.Lolos-Hof.de
 
Kunst/Handwerk
> Lehm und Holzbearbeitung
> Ausbauarbeiten
> Klinkerarbeiten
> Innengestaltung
> Bilder-Galerie
 
Dienstleistungen
> Winterdienst
 
Bauernhof
> Aktuelles
> Hofladen
> Bilder
> Nutztierverkauf
> Ziele
 
Links
> Neues Denken
 
 
 
04.08.2011

Gentechnik-Soja: Studie bestätigt mehr Gift und mehr Resistenzen

  Laut einer Fallstudie über Brasilien des Swedish Institute for Food and Biotechnology wird bestätigt, dass der Verbrauch von Pflanzenschutzmitteln und die Bildung von resistenten Unkräutern seit der Einführung von Gentechnik-Soja deutlich gestiegen sind. Zu befürchten ist auch der Einsatz von veralteten in Europa verbotenen Herbiziden wie Paraquat. Die Entwicklung von Gentechnik-Pflanzen mit Mehrfach-Resistenzen bietet dafür keine Lösung. Der überwiegende Einsatz von Gentechnik-Soja in den Hauptanbauländern USA, Argentinien und Brasilien zeichnet sich durch sein einseitiges Unkraut-Management und einer fehlenden Bodenbearbeitung aus. Beides begünstigt die Bildung von resistenten Unkräutern. Seit dem Jahr 2007 ist der Import von Europa nach Brasilien von Paraquat, einem hoch toxischen Herbizid von 0 auf 66 Mio. kg im Jahr 2009 gestiegen. Ein Indiz für den vermehrten Einsatz des Herbizids, welches seit 2007 in Europa verboten ist. Dass auch die Hersteller selbst das Resistenzproblem bei den Unkräutern ernst nehmen, zeigt das Roundup Ready Plus Progamm von Monsanto. Die Firma übernimmt die Kosten für einen zusätzlichen Herbizideinsatz beim Pflanzen von glyphosat-resistenter Gentechnik-Soja. Auch bei mehrfachresistenter Gentechnik-Soja stellen sich auf Dauer Resistenzprobleme ein. Die Studie empfiehlt den Einsatz von Herbiziden mit unterschiedlichen Wirkmechanismen, die auf Grund der Monopol-Stellung von Gentechnik-Soja, wenig weiter entwickelt wurden. Vor allem müssen alternative Anbausysteme verstärkt eingesetzt werden.
25.07.2011 Auf MM news gefunden
 

ifo-Sinn rechnet nach Euro-Gipfel mit Bundesregierung ab:  „Deutschland hat sich mit Sozialisierung der Haftung für Staatsschulden einverstanden erklärt. Hilfsprogramme seien Schuldensozialismus. - Das Geld, über das sich die Gläubiger der Schuldenstaaten freuen, wird den Steuerzahlern mit genau der Wahrscheinlichkeit weggenommen werden".

 
Top-Ökonom Hans-Werner Sinn geht nach dem Euro-Gipfel mit der Bundesregierung hart ins Gericht. „Deutschland hat seine wichtigsten Positionen im europäischen Verteilungsstreit aufgegeben und sich mit einer Sozialisierung der Haftung für die Staatschulden einverstanden erklärt“, sagte der Präsident des Münchner Ifo-Instituts in einem Interview mit der „Welt“ (Montagsausgabe).
 
Die Beschlüsse trügen nicht zur Stabilisierung der Lage bei. „Wenn etwas die finanzielle Stabilität der Euro-Zone gefährdet, dann sind es die neuen Programme zu einem Schuldensozialismus in Europa, denn wir schaffen die Möglichkeit für neue Ansteckungswege über die Staatsbudgets“, sagte Sinn. Je wohlwollender die Finanzmärkte die Beschlüsse aufnähmen, desto mehr Sorgen müssen sich die deutschen Steuerzahler und Rentner machen. „Das Geld, über das sich die Gläubiger der Schuldenstaaten freuen, wird den Steuerzahlern mit genau der Wahrscheinlichkeit weggenommen werden, mit der es den Finanzanlegern zufließt, denn leider hilft der liebe Gott hier nicht mit Zuschüssen aus“, sagte Sinn. „Müssten Steuerzahler und Rentner jetzt schon verzichten und nicht erst später, wenn die neuen Garantien und Staatsschulden fällig werden, würden sie das alles nicht akzeptieren.“
 
Kritik übte Sinn auch an der Beteiligung der Banken an dem griechischen Rettungspaket. Dass Banken bis zu 80 Prozent des Nennwertes der Staatspapiere erhalten sollten, obwohl diese an den Märkten kaum mehr als 50 Prozent wert seien, hält Sinn nicht für vertretbar. „Es beruhigt mich auch überhaupt nicht, dass man die Wertsteigerung, die man damit für die Banken erzeugt, als Bankenbeteiligung bezeichnet. Auch das ist bloß eine semantische Umdeutung der Wahrheit. Ich wünschte mir mehr Klarheit und Aufrichtigkeit von den Führern Europas“, sagte Sinn. Die Steuerzahler und Rentner hätten mit der Griechenland-Rettung eigentlich nichts zu tun. „Sie werden aber wie selbstverständlich mit zur Kasse gebeten, indem sie neue Schulden und Garantien in riesigem Umfang akzeptieren müssen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit zu ihren Lasten gehen werden.“
 
Die Gipfelbeschlüsse hätten zudem nichts an dem Problem geändert, dass Griechenland nicht wettbewerbsfähig sei. Dazu müsse die Volkwirtschaft um bis zu 30 Prozent billiger werden. „Die innere Abwertung würde das Land freilich an den Rand des Bürgerkriegs führen wie Deutschland von 1929 bis 1933. Diesen Weg sollte man Griechenland ersparen“, sagte Sinn. „Unter allen Optionen, die Griechenland hat, ist ein Austritt das kleinere Übel. Es gibt ein kurzes Gewitter, und nach einem halben Jahr scheint wieder die Sonne.“
 
Auf die Kritik von Notenbankern, im Falle eines Euro-Austritts drohe in Griechenland eine humanitäre Katastrophe, sagte Sinn, eine humanitäre Katastrophe sei viel wahrscheinlicher, wenn man Griechenland zwinge, durch Preis- und Lohnkürzung wettbewerbsfähig zu werden. „Das bedeutet zehn Jahre Siechtum und Massenarbeitslosigkeit, wenn nicht Schlimmeres. Und die Banken sind so oder so pleite, wie es auch der griechische Staat schon ist.“
21.07.2011 Auf MM news gefunden
 

Tag der Entscheidung: Transferunion oder DM

Wollte Deutschland den Euro-Raum verlassen? Drohte die Währungsunion in letzer Minute zu platzen? Hat Sarkozy mit einem Blitzbesuch Merkel "noch einmal umgestimmt"? Bis zuletzt Gerüchte, dass Deutschland aus dem Euro austritt. Auch Trichet in Berlin. - Ackermann beim Krisengipfel in Brüssel.

Bei der Regierung in Berlin liegen die Nerven blank. Das erfuhr MMnews aus mit dem Thema vertrauten Kreisen: Alle Optionen lagen auf dem Tisch. Selbst ein Austritt aus dem Euro wurde nicht mehr ausgeschlossen.
Ob dies so kommt scheint tatsächlich noch immer nicht ganz vom Tisch, obwohl sich in der Nacht die Zeichen "pro Transferunion" verdichteten - nicht ohne Druck aus Brüssel.

Merkel & Co sind sich durchaus bewusst, dass der Krisengipfel in Brüssel von historischer Bedeutung ist. Entweder Transferunion und zahlen ohne Ende - und damit sich den Bedürfnissen aus Brüssel bedingungslos unterwerfen. Deutschland würde dann unbegrenzt für die Schulden anderer haften. Das bedeutet aber auch Verlust der Wahl und Wählerstimmen bei der deutschen Bevölkerung.
Oder sich sich dem Diktat aus Brüssel widersetzen und tatsächlich den Austritt aus dem Euro zu erwägen - also das Undenkbare zu tun. Dies wurde dem Vernehmen nach in Berlin so diskutiert - leider aber schließlich wieder verworfen. Zu stark war der Druck aus der Staatengemeinschaft.
Aus diesem Grunde kam Sarkozy in letzter Sekunde nach Berlin, um die Entscheidung pro Brüssel zu beeinflussen. Offensichtlich war er erfolgreich. Deutschland wird heute einer Vorstufe zur bedingungslosen Transferunion zustimmen, hieß es aus vertrauten Kreisen. Allerdings war dies keineswegs ein leichter Prozess und stand bis zum Schluss auf der Kippe.
Merkel und Schäuble sind sich bewusst, dass eine solche Entscheidung die Bundestagswahl negativ beeinflussen wird und dass die meisten Menschen in Deutschland keine Lust haben, ihr Erspartes südeuropäischen Schlendrianen zu opfern. Der Druck aus Brüssel war aber offenbar so groß, dass sich Berlin am Ende doch zu einer Entscheidung "pro Euro" durchgerungen hat und die Gedankenspiele eines Euro-Austritts verwarf. So wurden in letzter Sekunde doch noch die Weichen für eine Tranferunion gestellt.
So hieß es dann in der Nacht zu Donnerstag: Bei den Gesprächen über Hilfen für Griechenland haben Frankreich und Deutschland eine gemeinsame Position erzielt. Dies verlautete aus französischen Delegationskreisen. Das bedeutet im Klartext: Sarkozy hat Merkel die Pistole auf die Brust gesetzt und sie gezwungen, die Transferunion abzusegnen - was natürlich am Ende auch den Franzosen zugute kommt. Merkel hatte in dem Gespräch offenbar "keine Wahl". Zumal auch noch der EZB-Chef Trichet die Berliner Regierung höchst persönlich unter Druck gesetzt hat.
Kurz vor dem Euro-Krisengipfel hat auch EZB-Chef Jean-Claude Trichet Kreisen zufolge an einem Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy in Berlin teilgenommen. Dies verlautete am Mittwochabend aus der Delegation von Sarkozys. Einziges Ziel: Verhindern das Deutschland den Euro verlässt.
Den Euro-Gipfel der Staats- und Regierungschefs am Donnerstag wird auch eine Gruppe europäischer Spitzen-Banker begleiten. Das berichtet die "Bild-Zeitung" (Donnerstagausgabe) unter Berufung auf diplomatische Kreise. Federführend mit dabei sind demnach Deutsche-Bank-Vorstandschef Josef Ackermann sowie der Chef einer privaten französischen Großbank. Die Banker sollen bei dem Gipfel in die Debatte um eine Beteiligung privater Gläubiger an der Griechenland-Rettung eingebunden werden.

19.05.2011

Bt-Gift im menschlichen Blut nachgewiesen und es ist nicht harmlos

 

 

Mittwoch 11.05.2011
Meldung: Befürworter der GV-Technik (Technik der gentechnischen Veränderung) in der Land-wirtschaft behaupten, es würde keine Rolle spielen, falls das Bt-Gift im Blut der Menschen auftaucht, weil das Bt-Gift natürlich sei und bekanntermaßen unschädlich für die Menschen und weil es seit Jahrzehnten als natürliches Insekten-Spray sicher benutzt werde, einschließlich im biologischen Anbau. Außerdem seien Bt-Pflanzen geprüft und als sicher anerkannt.

Aber: Das Bt-Gift, das in den GenPflanzen entsteht, ist nicht dasselbe wie das natürliche Bt-Gift-Eiweiß. Durch den Prozeß der gentechnischen Veränderung wird es verändert. Und die Prüfungen werden nicht an dem tatsächlichen aus den Pflanzen extrahierten Bt-Eiweiß durchgeführt, so wie es die wissenschaftliche Vorgehensweise verlangt, weil es zu teuer sei, dieses zu isolieren.

Bei der gentechnischen Veränderung (GV) zu einer Bt-Pflanze werden so genannte Promotoren mit verwendet, die dafür sorgen sollen, daß das Bt-Gift in jeder Pflanzenzelle gebildet (exprimiert) wird. Dieses Bt wird von Tieren und Menschen hinuntergeschluckt, die Pflanzen wie z. B. den Bt-Mais zu sich nehmen. Das natürliche Bt dagegen, wie es in der Landwirtschaft angewendet wird, baut sich im Tageslicht schnell ab und wird schließlich gar nicht von Menschen gegessen. Daher ist es unwahrscheinlich, daß es überhaupt im Körper von Konsumenten landet.

Glücklicherweise ist dies so. Denn selbst das natürliche Bt kann Schaden verursachen, wenn es verschluckt wird. Studien zeigen, daß es krankmachende Effekte auf Labor-Tiere hatte, daß es heftige Immunreaktionen hervorruft sowie Immunreaktionen auf andere Stoffe verstärkt.

Vázquez RI, Moreno-Fierros L, Neri-Bazan L, De La Riva GA, Lopez-Revilla R. Bacillus thuringiensis Cry1Ac protoxin is a potent systemic and mucosal adjuvant. Scand J Immunol. Jun 1999;49(6):578-584.

Vázquez-Padrón RI, Moreno-Fierros L, Neri-Bazan L, de la Riva GA, Lopez-Revilla R. Intragastric and intraperitoneal administration of Cry1Ac protoxin from Bacillus thuringiensis induces systemic and mucosal antibody responses in mice. Life Sci. 1999;64(21):1897-1912.

Vázquez-Padrón RI, Moreno-Fierros L, Neri-Bazan L, Martinez-Gil AF, de-la-Riva GA, Lopez-Revilla R. Characterization of the mucosal and systemic immune response induced by Cry1Ac protein from Bacillus thuringiensis HD 73 in mice. Braz J Med Biol Res. Feb 2000;33(2):147-155.
------
------

Studie weist Gift aus GenPflanzen im menschlichen Blut nach

Dinesh C. Sharma  
India Today, May 11 2011
http://indiatoday.intoday.in/site/story/toxin-from-gm-crops-found-in-human-blood/1/137728.html

Neu Dehli – Eine neue Studie weckt weitere Zweifel an der Sicherheit von gentechnisch veränderten (GV oder Gen-)Pflanzen. Sie dokumentiert zum ersten Mal das Vorhandensein von Bt-Gift im menschlichen Blut. Bt-Gifte entstehen in vielen GV-Pflanzen.

Sie enthalten Gene, die Bakterien entnommen wurden, um die GV-Pflanzen widerstandsfähig gegen Schädlinge zu machen.

Diese Gene lassen die Pflanzen für die Schädlinge giftig werden, doch es wird behauptet, daß sie keine Gefahr für die Umwelt oder menschliche Gesundheit darstellen. Die gentechnisch veränderte Aubergine, deren Zulassung zum kommerziellen Anbau vor einem Jahr gestoppt wurde, enthält ein Toxin des Bodenbakteriums Bacillus thuriengiensis (Bt).

Bis heute haben Wissenschaftler und Multi-Nationale –Konzerne, die für GV-Pflanzen werben, ihre Meinung aufrechterhalten, daß das Bt-Gift keinerlei Gefahr für den Menschen darstellt, weil das betreffende Eiweiß im menschlichen Verdauungstrakt zersetzt würde. Jedoch zeigt das Vorhanden-sein dieses Giftes im menschlichen Blut, daß das nicht passiert.

Wissenschaftler der Universität von Sherbrooke in Kanada haben nachgewiesen, daß das insektizid wirkende Eiweiß, Cry1Ab, im Blut von schwangeren wie auch nicht schwangeren Frauen zirkuliert.

Außerdem wiesen sie den Giftstoff im Blut von Föten nach. Das impliziert, daß es an die nächste Generation weitergereicht wird. Der Forschungsbericht ist kollegial geprüft worden und zur Veröffentlichung im Fachjournal Reproductive Toxicology gutgeheißen worden. Die Studie erfaßt 30 schwangere Frauen sowie 39 Frauen, die in das UniversitätsKrankenhausZentrum von Sherbrooke (Centre Hospitalier Universitaire de Sherbrooke – CHUS) zur Entnahme der Eierstöcke gekommen waren.

Keine der Frauen hatte selber mit Pestiziden gearbeitet oder mit Ehegatten zusammengelebt, die mit Pestiziden zu tun hatten. Sie alle konsumierten die in Kanada typische Nahrung, die GV-Nahrungs-mittel wie Soja, Mais und Kartoffeln mit enthält. Die Blutproben wurden den schwangeren Frauen vor der Geburt entnommen und bei den nicht-schwangeren Frauen bei der Abbindung der Eileiter. Die Proben aus dem Nabelschnur-Blut wurden nach der Geburt genommen.

Der Giftstoff Cry1Ab wurde in 93% der mütterlichen und in 80% der fötalen Blutproben, bzw. bei 69% der von den nicht schwangeren Frauen untersuchten Blutproben festgestellt.
Frühere Studien hatten Spuren von Cry1Ab-Gift im Inhalt des Verdauungstraktes von Nutztieren gefunden, an die GV-Mais verfüttert wurde. Das gab Anlaß zu Befürchtungen, daß die Toxine im Menschen nicht wirklich ausgemerzt werden und daß ein hohes Risiko besteht, sich ihnen durch Verzehr von kontaminiertem Fleisch auszusetzen.

„Die erhaltenen Daten werden Regulierungsbehörden, die für den Schutz der menschlichen Gesundheit verantwortlich sind, dabei helfen bessere Entscheidungen zu treffen“, bemerkten die Wissenschaftler Aziz Aris und Samuel Leblanc.

Sie fügten hinzu, daß wegen der möglichen Giftigkeit dieser Umweltnoxen sowie der Zerbrechlich-keit des Fötus, weitere Studien erforderlich sind, besonders zu ihrem Transfer in die Plazenta, und daß Experten vor ernsthaften Problemen für Indien gewarnt haben. Baumwollöl wird aus den Samen der GV-Baumwolle gewonnen, und so könnte das Bt-Gift bereits in die Nahrungskette Indiens eingedrungen sein.

„Die Regulierungsstellen von Indien sollten sofort detaillierte toxikologische Studien einfordern, um das Ausmaß in Erfahrung zu bringen, wie weit menschliches Blut bereits mit Bt-Toxinen aus Baumwollsamen kontaminiert wurde, und die Langzeit-Auswirkungen ermitteln“, sagte Sharma.

 

-------------
Original-Artikel: “Bt Toxin found in human blood is not harmless”
siehe bei: www.gmwatch.org/

------------
Übersetzung durch Gentechnik AG der attac-Bielefeld

 

Lesen Sie auch:
Gift in Deinem Bauch
bei:

&
Ärzte warnen: Meiden Sie Genfood
bei: http://www.attac-netzwerk.de/fileadmin/user_upload/Gruppen/Bielefeld/Aerzte_warnen_Meiden_Sie_Genfood.pdf


[das sind  z. B. Gensequenzen aus Viren, wie der häufig benutzte und  besonders aggressive sowie in vielen Arten aktive Promotor des BlumenkohlMosaikvirus, CaMV, – Anmerkung d. Übersetzer]
01.11.2010

Europäische Agrarpolitik im Umbruch –  auf bäuerliche Beteiligung kommt es an

 

01.11.2010 2
Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft e.V 
Vortrag und Diskussion

Europäische Agrarpolitik im Umbruch –  auf bäuerliche Beteiligung kommt es an
Maria Heubuch, Bundesvorsitzende der AbL
 Dienstag. 9. Nov. 20.00 h, Gasthof Ochsen, 88353 Kisslegg


Der Preis für die jahrelange staatlich angestachelte Überproduktion ist hoch.  Ein  Hof nach dem anderen schließt die Tore, Arbeitsplätze gehen verloren  und  industrialisierte Produktionsformen belasten zunehmend die Umwelt und führen zu dramatischem Artenverlust .
 Überschüsse werden  in Länder des Südens  exportiert, zerstören dort lokale Märkte und verschärfen dadurch das weltweite Hungerproblem. Zeitgleich  gibt die EU riesige Summen für Agrarsubventionen aus, die jedoch großteils an den  Menschen auf den Höfen vorbeifließen  Die Politik des Wachsens oder Weichens hat versagt.
 In Europa steht eine neue Reform der Agrarpolitik an.  Agrarkommissar Ciolos hat eine breite gesellschaftliche Debatte über die Zukunft der europäischen Landwirtschaft gestartet. Viele Verbände, von Entwicklungshilfe, über Umweltschutz bis hin zu verschiedenster Bauernlobby und Agrarindustrie melden ihre Ansprüche an. 

Wofür steht die AbL in der Debatte um die Zukunft unserer Landwirtschaft?
Was können wir hier tun um eine nachhaltige Landwirtschaft in den Regionen zu stärken und global verantwortlich zu handeln?
Hochleistungszucht bei Tieren und Pflanzen, haben in der lw zu einer problematischen kapitalabhängigkeit geführt.  Überschüsse , die hochsubventioniert in  Länder des Südens exportiert werden zerstören dort regionale märkte und verschärfen das  weltweite hungerproblem  maßgeblich.

 Gleichzeitig versuchen Konzerne und Großunternehmen zunehmend landwirtschaftliche Flächen   als Kapitalanlage und zur Energieproduktion zu übernehmen.
Trotz industrieller Massenproduktionen, Hochleistungszucht bei Tieren und Pflanzen und den jahrelangen Versprechungen so ausreichend Agrarrohstoffe erzeugen zu können, ist die Zahl der Hungernden weltweit so hoch wie nie.

Auch Klimawandel und Umweltprobleme zeigen uns immer deutlicher unsere Grenzen auf.

14.05.2010

14 kleine Enten erblickten das Licht der Welt auf unsren Hof  am 14.05.2010

 

 

Enten 14052010

03.05.2010 Auf www.Duckhome.de
 

Sensation! Monsanto bestätigt, das Genfutter das Fleisch verändert!

Geschrieben von
Jochen Hoff

Jahrelang haben die Erzeuger von gentechnisch veränderten Pflanzen immer wieder behauptet, dass durch die gentechnische Veränderung keine Gefahr besteht, wenn diese Pflanzen von Menschen oder Tieren verzehrt werden. Plötzlich kommt Monsanto beim Weltpatentamt in Genf mit der ganzen schrecklichen Wahrheit heraus.

Monsanto will sich Schweineschnitzel und Schweineschinken patentieren lassen, wenn diese von Tieren stammen die mit gentechnisch verändertem Futter gefüttert wurden, weil die Verfütterung bestimmter genmanipulierter Pflanzen zu einer höheren Konzentration ungesättigter Fettsäuren im Fleisch führe und deshalb eine signifikante patentwirksame Veränderung des Fleisches entstehe.

Es ist davon auszugehen, das Monsanto bei einer Patentanmeldung nicht lügt. Deshalb steht damit quasi amtlich fest, das gentechnisch veränderte Pflanzen sich selbstverständlich auf diejenigen auswirken, die diese Pflanzen verzehren. Dies bedeutet, das die gesamte Gentechnikbranche seit Jahren gelogen hat.

Gentechnik ist nicht ungefährlich sondern höchst gefährlich. Ein Verbrechen an der Menschheit, weil natürlich nicht nur Schweine sonder auch Menschen verändert werden. Schleichend haben verkommene Politiker wie die Aigner immer wieder zugestimmt, das solche Pflanzen erprobt oder sogar in den Verkehr gebracht werden dürfen.

In der EU arbeiten Tausende von gekauften Mitarbeiten und noch mehr Lobbyisten daran, das immer mehr Gendreck ins menschliche Essen kommt. Es ist nur eine Frager der Zeit bis Bayer, Basf, Monsanto oder irgend ein anderes dieser Unternehmen ein Produkt erzeugt, das den Krebs beim Menschen fördert oder irgendeine Immunschwäche bewirkt.

Nach dem Monsanto sicherlich unbewusst zugegeben hat, was alle schon lange wussten, bekommen die Dinge nun eine neue Qualität. Jeder der den Einsatz von gentechnisch veränderten Pflanzen und Tieren fordert, fördert, an ihrer Verbreitung mitarbeitet oder sie verarbeitet, ist ein Krimineller der es darauf abgesehen hat, die gesamte Menschheit zu schädigen und ihren Tod billigend in Kauf nimmt.

Damit gelten auch keine Regeln mehr im Umgang mit solchen Leuten, ihrem Eigentum, den Produktions- und Forschungsanlagen. Die Vernichtung solcher Objekte ist Notwehr. Wenn also jemand eine gefährliche Pflanze wie Amflora in der freien Natur ausbringt, ist er ein potentieller Massenmörder. Das gilt für den Vorstandschef wie für den geldgeilen Bauern der sie ausbringt.

Da sich die bereits angerichteten Schäden in ihrem Ausmaß nicht kalkulieren lassen, sollten alle Firmen und natürlich auch die Mutterfirmen die sich mit derartigen Pflanzen beschäftigen sofort verstaatlicht werden. Selbstverständlich dürfen die Aktionäre die solche kriminellen Handlungen geduldet haben nicht entschädigt werden und ihre Verluste auch nicht verrechnen.

Gentechnik ist kriminell. Für ein sofortiges Verbot und eine harte Bestrafung der Gierigen die mit dem Unglück anderer viel Geld verdienen wollten.
17.11.2009

Auf markenpost.de gefunden

 

Schweinegrippe-Impfstoff: Biowaffe, Völkermord, Verschwörung?

Schweinegrippe-Impfstoff: Biowaffe, Völkermord, Verschwörung?

© pixelio

Bild vergrößern

Deutschland hat Angst vor der Schweinegrippe und der Impfung. Ein neues Virus verbreitet sich mit rasanter Geschwindigkeit über den Globus. Das macht Angst. Auch die Berichterstattung über die Neue Grippe sorgt zuätzlich für Panik vor der Pandemie. Gleichzeitung kursieren wohl auch deshalb verrückte Gerüchte im Internet: Ist die Schweinegrippe eine riesige Verschwörung?


Schweinegrippe

 



Einige behaupten, dass die Schweinegrippe-Impfung ein geplanter Massenmord sei. Andere glauben an eine Biowaffe. Manche ziehen sogar in Betracht, dass mit der Impfung ein Nano-Chip in den Körper von Millionen Menschen geschleust werden soll. Die Gemeinsamkeiten der unglaublichen Theorien: H1N1 wurde angeblich im Labor entwickelt, um einen Großteil der Weltbevölkerung zu töten. Die Journalistin Jane Bürgermeister behauptet sogar, Anzeige gegen das Pharma-Unternehmen Baxter, die WHO und die UNO erstattet zu haben.

Wie gefährlich ist der Schweinegrippevirus wirklich? Selbst der neue Gesundheitsminister und Arzt Philipp Rösler erklärte, dass die normale Grippe gefährlicher sei als die Schweinegrippe. Als im Frühjahr Dutzende Menschen in Mexiko an einem neuen Virus starben, war die Hysterie groß. Schnell war der Name Schweinegrippe geboren, doch keiner wusste, wie schnell sie sich ausbreitet und wie gefährlich sie ist. Weltweit haben sich in sechs Monaten über 340.000 Menschen mit dem Schweinegrippe-Erreger infiziert. Mit bis zu zwei Milliarden Infizierten rechnet die Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Deshalb hat sie schon im Juni die höchste Warnstufe ausgerufen, obwohl der vom Schwein stammende Erreger H1N1 bislang die schlimmsten Befürchtungen nicht erfüllt hat. Schwere Fälle blieben in Deutschland bislang die Ausnahme. Elf Menschen sind bisher an den Folgen des Virus gestorben. Die meisten Patienten leiden lediglich vier bis fünf Tage unter Fieber, Hustenreiz, vielleicht Durchfall. Gerade hierzulande fürchtet sich deshalb kaum einer vor dieser Pandemie, zu sehr steckt noch in den Köpfen, dass auch BSE, SARS und die Vogelgrippe nur falschen Alarm ausgelöst hätten. Die Menschen sind skeptisch geworden. So auch bei der Schweinegrippe.

Die Journalistin Jane Bürgermeister, Tochter eines Österreichers und einer Irin, sorgte bereits mit einer Anzeige gegen das Pharma-Unternehmen Baxter, die WHO und die UNO für Schlagzeilen. Ihre Mission ist es, die Menschen auf die Gefahren der Impfung vor dem Schweinegrippe-Virus aufmerksam zu machen. Sie warnt dabei ausdrücklich vor einem geplanten Genozid und stellt Thesen auf, die verstören: "Ich behaupte, WHO und Baxter und ihre Partner Labors und Organisationen haben am Montag 27. April rechtswidrig, willentlich und wissentlich, unter Verwendung manipulativer und betrügerischer Kunstgriffe, gegen nationale und internationale Gesetze zur Herstellung, Besitz, Verbreitung und Einsatz biologischer Massenvernichtungswaffen und Gesetze zur organisierter Kriminalität, eine biologische Agent hergestellt und unter die Passagiere verteilt mit der Absicht eine tödliche Pandemie in der Schweiz auszulösen."

Die Panikmache in den Medien geht trotz mildem Verlauf der Neuen Grippe ohne Pausen weiter: Auf der Welt sterben jedes Jahr zwei Millionen Menschen an Malaria. Und den Nachrichten ist es kein Wort wert. Auf der Erde sterben auch jedes Jahr über zwei Millionen Mädchen und Jungen an Durchfall-Erkrankungen, die mit einer einfachen Salzlösung behandelt werden könnten. Die Masern oder Lungenentzündungen sind Krankheiten, die mit relativ günstigen Impfstoffen geheilt werden könnten. Wer darüber berichtet? Fast niemand natürlich.

Warum aber mobilisieren dann die WHO und Regierungen für eine teure, globale Massenimpfung? Warum wurde die Verbreitung einer neuen Influenza-Variante, die bisher nicht annähernd soviel Totesfälle fordert wie die ganz normalen Wintergrippe gehen, zur gefährlichen „Pandemie“ erklärt? Handelt es sich am Ende gar um eine „Inszenierung, mit der die Pharmakonzerne schlichtweg Geld verdienen wollen“ wie Wolf-Dieter Ludwig, Chefarzt im Helios-Klinikum Berlin-Buch und Vorsitzender der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft, beklagt?

Jane Bürgermeister glaubt an Bioterrorismus. Sie behauptet, dass Biowaffen wie Schweinegrippe entwickelt, produziert, und eingesetzt werden, um die Weltbevölkerung zu reduzieren. Sebst wenn dies nur eine neue unter den bereits zahlreichen Verschwörungstheorien ist, steht fest: Die Schweinegrippe macht Angst. Die Impfung sorgt für Panik. Sind Jane Bürgermeisters Aussagen schlichtweg Blödsinn oder verfügt sie über ein ungeahntes Insiderwissen? Ob ihre teils erschreckenden Aussagen der Wahrheit entsprechen oder eine wilde Verschwörungstheorie sind, darüber mag sich jeder selbst sein Urteil bilden. Bürgermeister behauptet, sie habe wegen „Bio-Terrorismus“ die WHO, Barack Obama und die österreichische Regierung angezeigt. Sie zeigt ein Schreiben mit dem Stempel der Staatsanwaltschaft Wien. Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft sagte allerding gegenüber Bild: „Die Anzeige ist bei uns nicht eingegangen.“
11.08.2009 Auch die Lebensmittelindustrie produziert nicht nur an den Bedarf der Bevölkerungen vorbei, sondern sie vergiftet sie auch.
 

Zusatzstoffe

Lebensmittel lösen Pseudoallergien aus

Erstellt 10.08.09, 15:00h

Forscher haben herausgefunden, dass Zusatzstoffe wie Konservierungsmittel und Farbstoffe sogenannte Pseudoallergien auslösen können. Besonders bei Fertiggerichten und aromatisierten Getränken besteht akute Gefahr.

Currywurst
Bild vergrößern
Beliebter Fast-Food-Snack: Die Currywurst. Doch die verwendeten Zusatzstoffe können Pseudoallergien auslösen. (Bild: dpa)

Bild verkleinern
Beliebter Fast-Food-Snack: Die Currywurst. Doch die verwendeten Zusatzstoffe können Pseudoallergien auslösen. (Bild: dpa)
WIESBADEN - Magen-Darm-Beschwerden können auf einer sogenannten Pseudoallergie auf bestimmte Nahrungsmittel beruhen. Gleiches gilt bei Schwellungen im Mund und Rachen. Dabei ist im Gegensatz zu einer Allergie das Immunsystem nicht an den Reaktionen des Körpers beteiligt, erläutert der Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) in Wiesbaden.
Ausgelöst werden können Probleme durch Zusätze wie Konservierungsmittel, Säuerungsmittel oder Farb-und Aromastoffe. Sie finden sich zum Beispiel in aromatisierten Getränken, Fertiggerichten oder vorgebackenen Backwaren. Aber auch natürliche Bestandteile wie Salicylate - zum Beispiel in Äpfeln, Erdbeeren und Ananas - oder biogene Amine - etwa in Sauerkraut, Salami oder Thunfisch - sind mögliche Auslöser.
Anders als bei Allergien, die schon bei sehr geringen Mengen eines Allergens auftreten, tauchen die Beschwerden bei einer Pseudoallergie erst ab einer bestimmten verzehrten Menge auf, sagt Prof. Richard Raedsch vom BDI. "Daher sollte der Betroffene genau beobachten, nach welcher Art von Lebensmitteln es zu den Beschwerden kommt und diese Erkenntnisse einem Arzt mitteilen." Der verordne dann zuerst meist eine mehrwöchige pseudoallergenarme Diät. Später könne auch eine gezielte Provokation mit pseudoallergenreicher Kost unter ärztlicher Aufsicht sinnvoll sein. (dpa)

10.07.2009 Deutsche Bürger Wacht auf !
 

Analogkäse und Schinkenersatz

Experten warnen vor Lebensmittel-Imitaten

zuletzt aktualisiert: 10.07.2009 - 07:15
Berlin (RPO). Neben Analogkäse und Schinkenersatz landen auch zahlreiche andere Lebensmittelimitate im Einkaufskorb ahnungsloser Kunden. Die Verbraucherzentrale Hamburg veröffentlichte am Freitag eine Liste mit elf weiteren Produkten, bei denen Kunden etwas vorgemacht werde - wie etwa Schokoladenkekse ohne Schokolade.
Fotos
 Die Irreführung von Verbrauchern in deutschen Supermärkten durch angebliche Feinkostprodukte ist laut Verbraucherverbänden 'eher die Regel als die Ausnahme'. Die Hamburger Verbraucherzentrale hat einige Produkte getestet - hier die Ergebnisse: Pesto Basilico, Buitoni:Vermisst wird:100% Pesto (Pesto alla genovese) mit den original Zutaten wie Pinienkernen, Olivenöl Parmesan und/oder Pecorino.  Stattdessen billiger Ersatz durch:  Billiges Sonnenblumenöl statt Olivenöl: Olivenölanteil lt. Zutatenliste unter 2%. - Minderwertiges Cashewkernpulver statt Pinienkernen: Pinienkerne lt. Zutatenliste nur in marginalen Mengen vorhanden (unter 2%) - Kostengünstiger Hartkäse ersetzt zu Dreiviertel den Wert gebenden Pecorino (2%) - Aromen machen aus diesem traditionellen Produkt endgültig ein Imitat.
Mini Keks Bolde „Schoko“, Biscuits, Delacre:Vermisst wird:Schokoladenfüllung im Keks  Stattdessen billiger Ersatz durch:  Kakaocremefüllung mit billigem Schokoladenimitat, das u.a. aus fettarmem Kakaopulver (3,7%), Zucker und gehärtetem Pflanzenfett hergestellt wird.
Bio-Vollkorn-Toastbrötchen, Proback, Aldi Nord:Vermisst wird:Vollkorntoast-Brötchen mit Vollkornmehl  Stattdessen billiger Ersatz durch:  Statt 90% Vollkornmehl im Mehlanteil wie in den Leitsätzen für Brot und Kleingebäck sind im Produkt nur 60% enthalten, gestreckt wird mit Weizenmehl, gefärbt mit Gerstenmalzsirup.
Hähnchenschnitten Wiener Art, Vossko-Tiefkühlkost GmbH: Vermisst wird:Hähnchenschnitzel aus einem Stück gewachsenem Fleisch  Stattdessen billiger Ersatz durch:  Verschnitt von kleinen Stücken aus Hähnchen- und Putenfleisch.
Lebensmittelimitate in deutschen Supermärkten 
"Offenbar sehen sich immer mehr Anbieter veranlasst, an den Zutaten zu sparen, und möchten vor allem eines vermeiden: Dass die Verbraucher das merken", erklärte die Verbraucherzentrale.
Als Beispiel wird etwa gepresstes Fischeiweiß in Garnelenform gezeigt, das täuschend echt aussieht. In einem "Meeresfrüchtecocktail" fehlen die Meeresfrüchte, eine Dose italienisches Pesto ist mit billigem Sonnenblumen- statt teurem Olivenöl angerührt, in einer Dose Schafskäse steckt sogenannter Analogkäse.
Laut Verbraucherzentrale müssen die Kunden "nicht nur bei den Billigmarken, sondern auch bei teureren Markenartikeln" aufpassen. Auf der oft kleingedruckten Zutatenliste müssten die Inhalte deklariert sein. Die Verbraucherzentrale rät dazu, auf imitierte Lebensmittel zu verzichten.
Info
Was sind Lebensmittelimitate?
Damit bezeichnet man Produkte, die ein anderes Lebensmittel nachahmen und ihm somit in Aussehen und Geschmack weitgehend gleichen, wobei die verwendeten Rohstoffe nichts oder wenig mit dem echten Lebensmittel zu tun haben. Als Analog- oder Kunstkäse bezeichnet man käseähnliche Erzeugnisse, die nicht oder nur zu einem Teil aus Milch oder Milchprodukten hergestellt werden, sondern aus Eiweiß, Pflanzenfetten, Verdickungsmitteln, Geschmacksverstärkern sowie Aroma- und Farbstoffen.
Analogkäse und Schinkenersatz
Erst zu Beginn der Woche hatten SPD und Union auf die Veröffentlichung der Namen der Hersteller gedrungen, die Schinkenimitat auf den Markt bringen. Zuvor war öffentlich geworden, dass bei Kontrollen vor allem in der Gastronomie in zahlreichen Fällen Imitate entdeckt wurden, die als Schinken ausgegeben wurde.
Sie bestehen aus einem großen Anteil schnittfestem Stärke-Gels, in das kleine Fleischstücke eingearbeitet sind. Vor wenigen Wochen war bereits öffentlich geworden, dass in überbackenen Produkten oft sogenannter Analogkäse verwendet wird, der mit echtem Käse nichts zu tun hat.

11.06.2009 Mehr als eine einfache Grippe -
 

A(H1N1) – die große Bedrohung



Von IGNACIO RAMONET, 11. Juni 2009 -

Am texanischen Ufer im weitläufigen Tal des Rio Grande, einen Steinwurf von der mexikanischen Grenze entfernt, befindet sich Harlingen. In diesem kleinen US-Städtchen starb am vergangenen 5. Mai Judy Trunnell, eine junge Lehrerin. Die 33-Jährige hatte unlängst erst per Kaiserschnitt ein fröhliches und gesundes Mädchen zur Welt gebracht. „Sie war eine wunderbare, warmherzige Person. Sie hatte sich mit vollem Einsatz der Bildung behinderter Kinder gewidmet“, sagten ihre Familienangehörigen und Freunde, als sie sich im Haus der Verstorbenen einfanden, um nach der Beisetzung gemeinsam um die Tote zu trauern.[1]

Das Schicksal wollte, dass Judy das erste Todesopfer eines neuen Grippevirus in den USA wurde, dem von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) inzwischen der Name A(H1N1) gegeben wurde. Es ist ein steriler Name. Man verwendet ihn, um die Bezeichnung „Mexikanische Grippe“ zu vermeiden, die in dem mittelamerikanischen Land auf Kritik gestoßen war. Oder den Ausdruck „Schweinegrippe“, gegen den sich die industriellen Produzenten von Schweinefleisch zur Wehr setzten.

Ohne sich von dieser verwirrenden Terminologie ablenken zu lassen, reichte Judys Witwer, Steven Trunnell, am 11. Mai Klage gegen den weltweit bedeutendsten Produzenten von Schweinefleisch ein: Smithfields Foods Inc. Dieses multinationale Unternehmen besitzt – über seine mexikanische Filiale Granjas Carroll – einige gigantische Zuchtanlagen in unmittelbarer Nähe eines kleines Städtchens mit gerade einmal 3000 Einwohnern: La Gloria im Verwaltungsbezirk Perote im mexikanischen Bundesstaat Veracruz.

Der Anwalt von Steve Tunnell, Marc Rosenthal, erklärte, dass der beklagte Konzern in den 200 Ställen nahe La Gloria mehr als eine Million Schweine hält. Er informierte auch darüber, dass sich die Anwohner von dem Gestank und den unerträglichen Bedingungen in den Ställen massiv belästigt fühlen. Die Klage begründet er mit „dem ungerechten Tod von Judy, den Smithfield Foods zu verantworten hat“. Er werde deswegen „einige Milliarden US-Dollar“ einfordern. Marc Rosenthal spricht von dem Horror der unhygienischen Industrie-Zuchtstationen für Schweine.[2] Vor allem aber will er beweisen, dass das Grippevirus A(H1N1) seinen Ursprung in den Verschlägen von La Gloria hat, von wo aus es sich über den ganzen Planeten verbreitet.

Wenngleich das Unternehmen Smithfields Foods jeglichen Zusammenhang zwischen seinen Einrichtungen und dem Ausbruch einer neuen Grippe vor den Toren dieser Anlagen leugnet[3], scheint ein Bericht von GRAIN die These zu belegen.[4] Die Experten dieser Nichtregierungsorganisation warnen davor, dass die massive Zunahme von industriellen Stallanlagen perfekte Bedingungen für die Entstehung und Verbreitung neuer und hochgradig pathogener Grippeformen geschaffen hat. Diese Zuchtstationen seien wahre Zeitbomben, weil von ihnen jederzeit weltweite Pandemien ausgehen könnten. „Das massenhafte Zusammenpferchen von Tieren auf engstem Raum begünstigt die schnelle Übertragung und Verbreitung der Viren“, hatten Experten des US-amerikanischen Nationalen Gesundheitsinstituts (NIH) bereits im Jahr 2006 erklärt.[5]

Drei Jahre zuvor schon, im März 2003, hatte die Zeitschrift Science davor gewarnt, dass sich die Schweinegrippe aufgrund der immer größeren industriellen Zuchtstationen sowie des generellen Einsatzes von Impfungen immer schneller entwickelt.[6] Zugleich alarmierten die Experten vor allem Mexiko und die USA vor einem drohenden Virencocktail. Sie bekräftigten: „Nach Jahren der Stabilität ist das Schweinegrippevirus in Nordamerika offenbar in eine Phase rascher Evolution eingetreten, wodurch es jedes Jahr neue Varianten hervorbringt.“[7]

Die Autoren von Science führten die rasche Mutation der Viren auf zwei Gründe zurück: Die Haltung von immer mehr Schweinen in nicht artgerechten Zuchtstationen und die generelle Impfung von Zuchtsauen, da nach diesen Impfungen nur neue Mutationen überleben. Diese beiden Faktoren, so prognostizierten sie, „erhöhen die Wahrscheinlichkeit für ein neues Virus`, das auch den Menschen befallen kann“. Dieses Virus könnte dann über die Fäkalien, die Nahrung, das Wasser oder sogar über die Schuhe der Arbeiter aus den Zuchtstationen herausgetragen werden, um sich unaufhaltsam zu verbreiten.

In dem gleichen Artikel prognostiziert Christopher Olsen, ein Molekularvirologe an der veterinärmedizinischen Fakultät der Universität von Wisconsin, sogar: „Wir müssen nun in Mexiko das Gehöft ausfindig machen, in dem die kommende Pandemie ausbricht.“[8]

Auch wenn die WHO in ihren letzten Kommuniqués nicht bestätigt, dass der Erreger dort seinen Ursprung hat, weist alles auf ein bestimmtes Unternehmen hin: Diese Hinweise führen nach La Gloria, wo die aktuelle Epidemie offenbar entstanden ist. In unmittelbarer Nähe der Zuchtstationen des Unternehmens Smithfield Foods also.

Bei Smithfields Food Inc. handelt es sich um eines der größten agrarwirtschaftlichen Lebensmittelkonzerne des Planeten und den weltweit größten Produzenten von Schweinefleisch. Sein Sitz befindet sich in Smithfield im US-Bundesstaat Virginia, er unterhält Filialen in neun Ländern. In Spanien etwa kontrolliert Smithfield Foods 24 Prozent des Kapitals der Firma Campofrío, dem nationalen Marktführer unter den Schweinefleischproduzenten. Im Juni 2008 schloss sich Campofrío mit der europäischen Filiale „Smithfield Holdings“[9] des US-Konzerns zusammen. Mit der „Group Campofrío“ entstand ein neuer Megakonzern.[10]

Mit einer Bilanz von fast zwölf Milliarden US-Dollar steht Smithfield Foods an dritter Stelle der US-amerikanischen Nahrungsmittelkonzerne, direkt nach Archer Daniels Midland und Tyson Foods. Nach Angaben der Zeitschrift Fortune belegte das Unternehmen im Jahr 2008 Platz 222 unter den 500 wichtigsten Konzernen der Welt.[11] Zugleich sah sich die Firma, von der die Filialen von McDonald´s und Subway beliefert werden, immer wieder dem Vorwurf ausgesetzt, Wasser, Boden und Luft zu verunreinigen sowie die Rechte der Arbeiter zu missachten. In einem Bericht mit dem Titel „Blut, Schweiß und Angst: Arbeitsrechte in den Fleisch- und Geflügelfabriken der Vereinigten Staaten“ übte die US-Nichtregierungsorganisation Human Rights Watch scharfe Kritik an diesen Verstößen.[12] Im Jahr 1997 musste Smithfield Foods wegen Missachtung des Trinkwassergesetzes eine Strafe in Höhe von 12,3 Millionen US-Dollar bezahlen.[13]

Um diesen Anklagen zu entgegen, hat Smithfield Foods einen Teil seiner Anlagen in Staaten wie Mexiko, Rumänien oder Polen verlegt, in denen die Gesetze zum Schutz der Umwelt nachlässiger sind oder in denen gar keine solchen Bestimmungen existieren und in denen manche Politiker leichter zu korrumpieren sind.[14]

Im Jahr 1994 ließ sich Smithfield Foods über seine Filiale Granjas Carroll in dem abgelegenen ländlichen Gebiet nahe La Gloria nieder. Den Anreiz dazu bot unter anderem das damals gerade in Kraft getretene Freihandelsabkommen zwischen Kanada, den USA und Mexiko sowie der Umstand, dass die lokalen Behörden über alle Verletzungen von Bestimmungen zum Umweltschutz hinwegsahen. Das Unternehmen musste also keine Anklagen fürchten.

Im Inneren der aufgebauten Baracken mit unzulänglicher Belüftung und konstanter Beleuchtung (um das Wachstum der Tiere zu beschleunigen) sind die Schweine in engen Käfigen zusammengepfercht, die jede unnötige Bewegung verhindern sollen. Es sind fette Tiere, die bis zu 120 Kilogramm auf die Waage bringen. Bei den Zuchtstationen handelt es sich um wahre Schweinestädte, inmitten eines Meeres aus Exkrementen und Matsch.

Die Umweltverschmutzung und die Auswirkung auf die Gesundheit der Anwohner sowie die Gruben, in denen die Fäkalien der Tiere gesammelt werden, haben in Mexiko seit dem Jahr 2004 zu einer Protest- und Umweltschutzbewegung geführt. Granjas Carroll antwortete auf diese Entwicklung mit Repression.

Viele der Bewohner von La Gloria und rund einem Dutzend umliegender Gemeinden, die seit Jahren mit dem Gestank leben sowie Tag und Nacht die Gase einatmen müssen, schlossen sich im Protest gegen die Expansion des transnationalen Unternehmens zusammen. Sie organisierten Versammlungen und Demonstrationen. Der Konzern klagte sie daraufhin wegen Diffamierung an. Mehrere Aktivisten wurden bestraft und vor Gericht gestellt. Andere wurden festgenommen und mussten eine Kaution bezahlen, um dem Gefängnis zu entkommen.

Ein Korrespondent der mexikanischen Tageszeitung La Jornada, Andrés Timoteo, berichtete aus La Gloria über die Umstände, unter denen die Einwohner leben.[15] „Mückenschwärme strömen aus den Fäkaliengruben, in denen das Unternehmen Granjas Carroll die Exkremente aus den Schweineställen sammelt“, schrieb er. Die Verunreinigung der Luft habe zahlreiche Atemwegserkrankungen zur Folge. Die Mückenschwärme aus den Schweineställen und den Fäkaliengruben übertragen Krankheiten. Die Bewohner der Region machen für die Zunahme verschiedener Infektionen auch die Verschmutzung und die Vergiftung des Wassers sowie der Luft verantwortlich.

Ein anderer Reporter, Jorge Morales Vázquez, berichtete in der Zeitung Milenio wie die Anwohner von La Gloria seit Jahren gegen die unkontrollierte Ausdehnung des Schweinezuchtunternehmens protestieren.[16] Er beschrieb auch, wie die Polizei sie deswegen verfolgt und bedroht. Nach seinem Besuch in La Gloria berichtete der Journalist von „dem üblen Gestank aus den Schweineställen, den man in diesem kleinen 3000-Seelen-Ort den ganzen Tag lang in der Nase hat“ und von den „Mückenschwärmen, die in die umliegenden Häuser einfallen“. Auch Morales Vázquez beschrieb die Jauchegruben, in denen die Fäkalien unter freiem Himmel verrotten. Dabei entstehen Sumpfgase, die für einen ekelhaften Geruch verantwortlich sind, der einen in diesem Gebiet auf Schritt und Tritt verfolgt. Der Journalist berichtete zudem von vermeintlichen Verunreinigungen des Grundwassers. Und er wurde Zeuge, wie durch Krankheit und nach Kämpfen in den Ställen verendete Tiere verrotten.

Die in Erdkuhlen verwesenden Kadaver, so schreibt er, seien eine weitere Ursache der Verschmutzung: „In diesen Mulden vermehren sich Fliegen in der Größe von Bienen. Diese so genannten Muerteras werden von dem Wind in Schwärmen nach La Gloria getrieben und fallen dort in die Wohnhäuser ein.“ Viele der Familien beklagten sich über Kopfschmerzen, Halsinfektionen, Husten, Atemwegserkrankungen, gastrointestinale Infekte, Durchfall, Erbrechen und Fieber.

An diesem Ort ist das Virus A(H1N1) zwischen November 2008 und Januar 2009 wahrscheinlich von einem Schwein zu einem menschlichen Wirt übergesprungen. Vom März an könnte er begonnen haben, größere Gruppen von Menschen zu befallen.[17]

Die mexikanischen Behörden machten diese Information zunächst nicht publik. Wenig später dann war die Zahl der Erkrankten aber derart hoch, dass mehrere internationale Organisationen auf die beunruhigende Entwicklung in La Gloria aufmerksam wurden.

Am 6. April – 18 Tage, bevor die mexikanischen Behörden der WHO ein neues Humangrippevirus meldeten – berichtete das Internetportal Biosurveillance von „außergewöhnlichen Atemwegserkrankungen in La Gloria mit Fieber und schwerem Husten, die einer entzündlichen Bronchitis gleichen“. Das Internetportal untersteht Veratect, einem von der US-Regierung finanzierten Zentrum zur Information über Epidemien. Rund 60 Prozent der lokalen Bevölkerung „leidet unter einer neuartigen und atypischen Krankheit“, hieß es in dem Bericht.[18]

Mutmaßlich hatten die mexikanischen Behörden schon früh von dem Infektionsherd einer unbekannten Grippeform in dem Tal von Perote Kenntnis. Sie wussten wohl auch, dass diese Infektion sich rasend schnell im Land verbreitete, ohne dass konventionelle Methoden dies verhindern konnten. Doch niemand schlug Alarm, noch wurden die Programme der Gesundheitsbehörden aktiviert oder deren Wissenschaftler informiert. Mexikos Behörden informierten zu diesem Zeitpunkt auch nicht die WHO über die Schwere der Lage und den Umstand, dass die Situation außer Kontrolle zu geraten drohte.

Weshalb verhielt sich die mexikanische Regierung so? Nach Meinung einiger lokaler Analytiker lag diese „Diskretion“ darin begründet, dass die Karwoche unmittelbar bevorstand, als die ersten Infektionsfälle aktenkundig wurden. In dieser Zeit hat die mexikanische Tourismusindustrie gewöhnlich hohe Umsätze zu verzeichnen.

Wahrscheinlicher noch ist, dass das Schweigen der Regierung diplomatische Gründe hatte. Es sollte mit allen Mitteln verhindert werden, dass der anstehende Besuch des frisch gewählten US-Präsidenten Barack Obama aus Sicherheitsgründen verschoben wird. Dieser Besuch des US-Staatschefs war für den 16. und 17. April geplant und es sollte die zweite Auslandsreise nach einer ersten Visite in Kanada im Februar werden. Für Mexikos Präsidenten Felipe Calderón, dessen Wahl im Juli 2006 höchst umstritten war, stellte der bevorstehende Besuch seines US-Amtskollegen die höchste Weihe dar.[19] Nichts, noch nicht einmal die Bedrohung durch ein neues, verheerendes Virus, sollte den Besuch verhindern.

Dabei gab es zu diesem Zeitpunkt bereits zahlreiche Belege für das fortgeschrittene Ausmaß der Epidemie. Im unmittelbaren Umfeld von Präsident Calderón gab es Infektionsfälle. Der Archäologe Felipe Solís, der den Präsidenten der Vereinigten Staaten zusammen mit Felipe Calderón im Nationalen Anthropologiemuseum empfangen sollte, war bereits infiziert und starb sechs Tage nach dem Besuch Obamas. Ein Berater des US-amerikanischen Energieministers Steven Chu, der zuvor nach Mexiko gereist war, um den Besuch des Präsidenten vorzubereiten, war ebenfalls von dem neuen Krankheitserreger befallen worden. Der Sprecher des Weißen Hauses, Robert Gibbs, gestand später ein, dass die Ehefrau des Regierungsfunktionärs, sein Sohn und sogar ein Neffe Symptome der neuartigen Krankheit aufwiesen.[20]

Angesichts der Schwere der Epidemie entschieden sich die mexikanischen Gesundheitsbehörden schließlich, medizinische Proben von Infizierten aus dem Umkreis von La Gloria an Laboratorien in den USA und Kanada zu schicken. Im Nationalen Labor für Mikrobiologie der Behörde für das Öffentliche Gesundheitswesen Kanadas in Winnipeg wurde am 23. April schließlich entdeckt, dass das neue Virus Elemente des Vogelgrippe-, des Schweinegrippe- und des humanen Grippevirus enthielt. Die analysierte Probe stammte von einem fünfjährigen Jungen, der im März erkrankt war.

Dieses inzwischen genesene Kind wurde als erster von der Schweinegrippe infizierter Mensch bekannt, als „Patient Nummer Null“. Die Geschichte von Édgar Hernández wurde daraufhin in der US-amerikanischen Tageszeitung New York Times wiedergegeben, was ihm zu internationaler Berühmtheit verhalf.[21] Gegenüber den Journalisten der New York Times hatte der kleine Èdgar die Symptome geschildert, unter denen er nach Ausbruch der Krankheit am 9. März litt: brennende Kopfschmerzen, Husten, Magen- und Halsschmerzen und fehlender Appetit.[22]

Nach Angaben der Zeitschrift Science vom 11. März gehen Experten davon aus, dass in Mexiko womöglich bereits bis zu 32.000 Menschen von dem neuen Virus infiziert waren, als die Behörden dieses Landes die Epidemie am 24. April bekannt gaben. Viel mehr also, als die Labors bestätigten.[23]

Es gibt keinen Beleg dafür, dass dieser Ausbruch der Grippe des Typs A(H1N1) gefährlicher ist, als die üblichen Infektionen, die jedes Jahr zwischen 250.000 und 500.000 Personen weltweit das Leben kosten. Dennoch scheint das Virus A(H1N1) nach Einschätzung der Zeitschrift Science weitaus ansteckender zu sein, als andere Erreger dieser Krankheit. Beunruhigend ist auch: Es befällt mehr gesunde Jugendliche als üblich. In La Gloria etwa waren doppelt so viele Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren von dem Virus befallen wie Erwachsene. Nach Daten des renommierten New England Journal of Medicine waren 40 Prozent der Infizierten zwischen zehn und 18 Jahren alt, nur fünf Prozent waren älter als 50.[24]

Die Weltgesundheitsorganisation warnte indes davor, dass das Virus weiter mutieren und dadurch noch pathogener werden könnte. Es wäre schließlich imstande, mehrfache Pandemiewellen zu verursachen. Laut WHO geht „die Schwere dieser Grippe mit dem Umstand einher, dass jede Pandemie mindestens zwei oder drei Mal um den Globus läuft“.

In diesen Wochen beginnt auf der südlichen Halbkugel die jährliche Grippewelle. Bei dem Einsatz von Virostatika (Tamiflu) wird sich das Virus „abhärten“. Neue Mutationen entstehen, die dann ab Oktober die nördliche Halbkugel heimsuchen. Es wäre dann womöglich ein noch aggressiveres Virus, das mit der „Spanischen Grippe“ aus dem Jahr 1918 vergleichbar wäre. Derzeit gibt es zwar keine Hinweise auf eine derartige Gefahr. Experten gehen allerdings davon aus, dass das Virus so tödlich sein könnte wie die „Asiatische Grippe“ von 1957, an der mehr als zwei Millionen Menschen verstarben. Ein weiteres Risiko besteht darin, dass das aktuelle Virus sich mit dem der so genannten Vogelgrippe (H5N1) vereint, das in mehreren Ländern der Erde grassiert, und einen Mutanten mit massenmörderischer Wirkung entstehen lässt.

Um ihre Bürger zu schützen, legen Regierungen weltweit derzeit große Bestände des Virostatikums Tamiflu (Wirkstoff: Oseltamivir) an, eines der wenigen effektiven Medikamente. Das Mittel wird oral eingenommen und sogar von der WHO zur Bekämpfung des Virusmutanten H1N1 empfohlen.

Die Geschichte von Tamiflu ist vor diesem Hintergrund äußerst spannend. Das Mittel wurde von der Pharmafirma Gilead Sciences Inc. mit Sitz in Foster City, Kalifornien, entdeckt. Gilead überließ Weiterentwicklung und Vertrieb dem Schweizer Pharmakonzern Roche. Inzwischen gehen rund 22 Prozent des Jahresumsatzes von Roche auf Tamiflu zurück.

Es ist auch interessant zu erwähnen, dass Donald Rumsfeld, der ehemalige Verteidigungsminister der US-Regierung unter Präsident George W. Bush und einer der Hauptverantwortlichen für die illegale Invasion in Irak, von Dezember 1997 bis zu seinem Amtsantritt im Pentagon 2001 dem Konzern Gilead Sciences Inc. vorstand und einer seiner bedeutendsten Aktionäre ist.[25]

Eine der ersten Amtshandlungen von Rumsfeld nach seinem Amtsantritt bestand darin, den US-Streitkräften den Gebrauch von Tamiflu vorzuschreiben.[26] Die Gewinne von Roche, Gilead (und daher auch die von Donald Rumsfeld) schossen in die Höhe. Die Aktien des Unternehmens erlebten an der Börse einen weiteren Höhenflug, als ab 2003 in Asien zunächst das Schwere Akute Atemwegssyndrom (SARS) und später das Vogelgrippevirus H5N1 auftraten.

Von Verschwörungstheorien geleitet verstiegen sich einige Kommentatoren zu der Behauptung, dass der bei ihnen wenig beliebte Rumsfeld selbst auf die eine oder andere Weise mit der Ausbreitung der Pandemien, vor allem des mutierten Virus A(H1N1), in Verbindung stehe.

Das ist wenig wahrscheinlich. Die hauptsächliche Verantwortung dieser schweren Bedrohung für die öffentliche Gesundheit besteht in der ungehemmten Industrialisierung der viehwirtschaftlichen Produktion. Das erbarmungslose System der Intensivzucht hat diesen Wirtschaftssektor massiv verändert. Heute ähnelt er mehr der Erdölbranche als der Bauernhofidylle, die in Schulbüchern beschrieben wird.[27] 1965 gab es in den USA zum Beispiel noch 53 Millionen Schweine auf mehr als einer Million Gehöften. Heute sind es mehr als 65 Millionen Zuchttiere in weniger als 65.000 Betrieben. In Spanien gibt es derzeit 25 Millionen Schweine bei knapp 47 Millionen Einwohnern. 92 Prozent dieser Tiere werden in Betrieben der intensiven, industriellen Tierzucht gehalten, die der Zuchtstation von Granjas Carroll im mexikanischen La Gloria gleichen. In nur wenigen Jahren wurden die kleinen Familienbetriebe von infernalischen Massenzuchtbetrieben verdrängt, in denen in erstickender Hitze und Gestank zehntausende Tiere gehalten werden. Viren können sich in diesem Ambiente rasend schnell verbreiten.

Diese Art der erbarmungslosen, intensiven und auf Profit orientierten Landwirtschaft nimmt dem Tier seinen Charakter, entfremdet es. Das Tier wird ein weiteres Industrieprodukt. Fleischmaterial, das zum Profit der Investoren gezüchtet wird. Diese Entwicklung ist der Grund für die aktuelle Pandemie.[28] Es ist nur eine Frage der Zeit, bis durch die leichtfertigen Exzesse einiger Unternehmer eine neue, noch gefährlichere Seuche entsteht. Sie könnte uns dann alle betreffen.

Übersetzung für HINTERGRUND: Harald Neuber


Über den Autor:

Ignacio Ramonet ist spanischer Journalist und war von 1991 bis März 2008 Direktor der in Paris erscheinenden Monatszeitung für internationale Politik „Le Monde diplomatique“. Seit seinem Ausscheiden bei der französischen Mutterausgabe leitet er die spanische Edition. Seine Leitartikel der spanischen Ausgabe von Le Monde diplomatique erscheinen seit November 2008 monatlich in deutscher Übersetzung bei www.hintergrund.de. Ignacio Ramonet ist Ehrenpräsident von Attac und Mitorganisator des Weltsozialforums.